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Auftragsvergabe: Vorrang für Kompetenz und Seriosität
Es kommt immer wieder vor, dass zweifelhafte Firmen hauptsächlich Senioren mit Versprechungen auf eine Werbefahrt locken, um sie dort zu Käufen und Vertragsunterzeichnungen zu bewegen. Nicht selten hören die Teilnehmer im Nachhinein von Inkassobüros. Jüngst hatte der angebliche Malermeister „Stephan Meissner” die Region um Greifswald im Visier.
Im Wert von 1200 Euro sollen Senioren das Wohnzimmer kostenlos gestrichen oder tapeziert werden. Falls die Handwerksleistungen nicht benötigt werden, würde das Geld auch in bar ausgezahlt werden. Lediglich die Teilnahme an einer „Urlaubsfahrt in die Brohmer Berge” mit gültigem Personalausweis sei vonnöten.
In diesem Werbeanschreiben existiert jedoch nicht einmal eine richtige Anschrift, lediglich ein Postfach von einem „Buchungsservice” in Cottbus ist angegeben. Die Recherche bei Innungen und Kammern hat ergeben, dass der angebliche Malermeister Meissner nicht in der Handwerksrolle eingetragen ist und wahrscheinlich gar nicht existiert.
Diese Firma nutzt den guten Ruf des Malermeisters aus mit diem Ziel, mehr Glaubwürdigkeit zu erlangen. Matthias Winf von der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern versicherte dem Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz: „Erfahrungsgemäß hat noch nie tatsächlich ein Handwerksmeister seinen guten Namen für solche Machenschaften hergegeben; meist stehen ausländische Firmen dahinter.” Weitere Hinweise lassen darauf schließen, dass diese bundesweit aktiv sind. Die Werbung ist schlicht unseriös und bringt das Maler- und Lackiererhandwerk in Verruf.
Wir raten daher den Kunden, qualifizierte Innungsbetriebe zu beauftragen. Eine Datenbank mit fachmännischen Betrieben finden Sie
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